Ausgerechnet morgen Samstag soll sich das Wetter fast in der ganzen Schweiz von der wolkigen und nassen Seite zeigen. Ob und wo man von der Sonnenfinsternis um die Mittagszeit etwas sehen kann, kommt einer Lotterie gleich. Einzig der hohe Sonnenstand könnte da und dort von Vorteil sein.
Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt; dieses Motto ist allen vertraut, die schon zu einer totalen oder ringförmigen Sonnenfinsternis gereist sind. Letztes Jahr in Texas beispielsweise war der Himmel am Finsternistag bis an den Horizont komplett bedeckt! Von der Sonne sah man rein gar nichts. Doch das bange Warten, ob die Wolken um die Mittagszeit doch noch aufreissen würden, zahlte sich aus. Rechtzeitig zur totalen Phase lockerte die Wolkendecke auf und liess den Blick auf die finstere Sonne tatsächlich zu.
Auch morgen Samstag könnte es da und dort um die Mittagszeit etwas auflockern. Ganz abzuschreiben, ist die partielle Sonnenfinsternis also nicht. Zwar bringt eine Kaltfront, die uns in der Nacht auf Samstag überquert Niederschlag mit Schwerpunkt in der Ostschweiz. Je nachdem, wie stark die Wolken am Alpennordhang stauen und wie weit östlich der Kern des Tiefs liegt, dürfte die Bewölkung im Westen der Schweiz tendenziell geringer sein. Die derzeit grössten Chancen, von der Sonnenfinsternis etwas zu sehen, hat man dieses Mal im Tessin mit Nordföhn.
Auch der hohe Sonnenstand um die Mittagszeit könnte von Vorteil sein. Die Chancen sind sicher höher, eventuell die Sonne zwischen den Wolken zu sehen, als wenn diese dicht über dem Horizont stünde.
Astronomietag: Diverse Sternwarten mit Schlechtwetterprogramm
Auch wenn die Sonnenfinsternis «ins Wasser» fallen sollte, warten zahlreiche Sternwarten in der ganzen Schweiz am Astronomietag mit einem interessanten Programm auf. In unserer Programmübersicht sehen Sie, was wo geboten wird.