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Das gab es seit 20 Jahren nicht mehr: G4-Sonnensturm mit extremen Polarlichtern!

In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 2026 erreichte uns ein Sonnensturm der Stärke G4. Intensive Polarlichter waren bis in den Alpenraum sichtbar! Noch bis weit in die zweite Nachthälfte hinein war das farbenfrohe Schauspiel zu sehen, wo man nicht unter dem Nebel war.

Ein gewaltiger Sonnensturm – der stärkste seit 20 Jahren – hat am späten Abend des 19. Januars 2026 die Erde erreicht. Der Haupt-Impakt fand zwischen 22:40 Uhr MEZ und 23:30 Uhr MEZ statt. Doch der Sonnenwind war auch um 02:00 Uhr MEZ mit über 1’000 km/s sehr hoch und noch bis weit in die zweite Nachthälfte hinein waren wunderbare Nordlichter zu sehen. Die NOAA gab auch für die zweite Nachthälfte (20. Januar 2026) noch Sturmstärke G4 aus. Aktuell ist in den USA mit einer stark erhöhten Polarlichtaktivität zu rechnen. Das Polarlichtoval ist inzwischen tiefrot und reicht weit südwärts. Allerdings ist voraussichtlich nicht damit zu rechnen, dass wir auch am Abend des 20. Januars 2026 nochmals Polarlichter sehen werden.
Der gestrige Impakt war von den Werten her nicht heftiger als derjenige im Mai 2024, aber von der Stärke her. Dies konnten wir daran erkennen, dass es bis weit in den Süden grüne Polarlichter zu sehen gab, die man sonst ausschliesslich im Hohen Norden erwarten kann.


Die Webcam auf dem Säntis fing den Haupt-Impakt ein. (Quelle: https://saentisbahn.ch/webcam-wetter/)

Auch der Bregenzerwald war nebelfrei, und so gelangen auch hier ein paar eindrückliche Bilder. Gegen 01:45 Uhr MEZ bildeten sich rote Nadeln. Die beiden nachfolgenden Aufnahmen entstanden kurz nacheinander. Um 01:50 Uhr MEZ «brannte» der Himmel rötlich. Selbst von Auge war die Färbung wahrnehmbar.


Die vier Aufnahmen entstanden in Schwarzenberg mit Blick nach Nordosten. (Bilder: Thomas Baer)